Im Herz der Stadt, am Rand des vorbeifließenden Mains, umgeben von Parkanlagen, durchschneidet die Flaniermeile der Herrenstrasse das kulturelle Filetstück der Stadt Offenbach. Historie und Moderne begegnen sich gleichermassen. Einst den wohlhabenden Frankfurtern als grünes Refugium gefällig, reihen sich dort viele kulturelle Einrichtungen aneinander. Das Klingspor Museum als einzigartiges Schriftkunstmuseum auf der Welt, das barocke Büsing Palais als Veranstaltungsort und das Haus der Stadtgeschichte sind über das ganze Jahr, Anziehungspunkte kultureller Ereignisse, die an manchen Tagen über 100 000 Menschen in die Stadt ziehen. Gastronomisch lässt es sich hier, bei moderaten Preisen gut schmausen. Wer die Stille mag, den zieht es in die Stadtbibliothek, die als die Schönste in ganz Deutschland gilt. Studentisches Treiben trifft man in den Cafes unweit der renommierten Hochschule für Gestaltung, die sich nahe, gegenüber dem Renaissanceschloß des Adelshauses der Isenburger befindet. Schon der Altmeister der deutschen Dichtkunst Johann Wolfgang von Goethe wusste das Kulturkarree zu schätzen, verbrachte er doch hier glückliche Turtelstunden mit der Frankfurter Kaufmannstochter Lili Schönemann in den Büschen des kunstvoll angelegten Büsingparks. Die Atmosphäre des Viertels ließ schon manchen amerikanische Touristen sagen: “Lovely, beautifull, this is the San Francisco from Germany.” Und auch dann, wenn die Sonne nicht scheint, verliert das Kulturkarree nie seine Reize.
Das geschmiedete Eingangstor zum Büsing Palais zeugt von hoher Offenbacher Handwerkskunst.
Das Klingspor Museum ist ein Ort einzigartiger Schriftkunst, wie man sie in keinem anderen Museum der Welt begegnen kann.
Der Löwe vor dem Büsing Palais lässt sich auch vom Winter nicht vertreiben.
Auf kurzen Wegen und in sichtbarer Weite kommt man schnell zu Fuß zu den vielen interessanten Orten im Offenbacher Kulturkarree. Es ist nicht schwer, hier den bekanntesten Künstlern der Stadt über den Weg zu laufen.
In Erinnerung an die große Liebe zwischen Johann Wolfgang von Goethe und der Frankfurter Kaufmansstochter Lili Schönemann, brachten Offenbacher Bürger im März 1932 eine Gedenktafel am Haus der Schönemanns im Offenbacher Kulturkarree an.
Selbst im Alter von 80 Jahren hatte Goethe, Lili Schönemann noch im Sinn als er sich seinem Freund Friedrich Soret anvertraute und sagte: “Lili war die erste, die ich tief und wahrhaftig liebte, und vielleicht war sie auch die letzte.” In einem Gedicht ging Goethe auf die Liebschaft ein und schrieb. “Ich küß´ ihre Schuhe, kau an den Sohlen.”
Ob das auch der Grund war, das in Offenbach das deutsche Schuh- und Ledermuseum gebaut wurde, ist bisher noch nicht ausreichend erforscht worden.
Das Büsing Palais, im gleichnamigen Park, ist zu jeder Jahreszeit ein Ort der Begegnung für Feste, Wirtschaftstagungen und kultureller Begegnungen. Das barocke Palais beweist das Offenbach ein Ort ist, in dem sich Geld verdienen lässt.
Die luxuriösen Kabinenschiffe “MS Swiss Gloria”und “MS Heidelberg” ankern vor dem Offenbacher Kulturkarree auf dem Main.
Theresa Schyadre, aus San Francisco stammende Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin kommt gerne nach Offenbach um sich mit Freunden im Kulturkarree zu treffen und um dort neue Projekte zu besprechen und umzusetzen, ansonsten reist sie gerne mit ihrem Cabrio, kümmert sich um ihr Pferd und gibt Unterricht in ihrer Tanzschule in der Nähe von Frankfurt a.M. Sie weiss die angenehme Atmosphäre in Offenbach zu schätzen und staunt immer wieder über die ausgeprägte Kreativität der sie im Karree begegnet.
Der Offenbacher Conferencier und Sänger Heinz Sieling, verbringt sein Leben zwar inzwischen in der schönen Umgebung des Bodensees mit Blick auf die Alpen, lässt es sich aber nicht nehmen, dreimal im Jahr nach Offenbach zu reisen, um sich in der Kreativstadt neue Liedtexte schreiben zu lassen.
Heinz Sieling singt Volksmusik aus Offenbach.
http://www.youtube.com/watch?v=-RXaFtrPZFA&NR=1
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Der Frankfurter Musiker Mike Sprunkel weiss das Kreativpotential das im Offenbacher Kulturkarree arbeitet zu schätzen. Für die Auftaktveranstaltung seiner Rio Reiser Tournee, die ihn durch Deutschland führt, klingelte er bei Uwe Kampmann an und holte sich das Kamerateam aus Offenbach.
Die Kölner Film- und Theaterschauspielerin Christiane Werk genoss neben der Superatmosphäre, besonders das gute Essen in Offenbach, als sie mit ihrem Kollegen Roman Haubner zu den Dreharbeiten für die Eingangsszene des Films Die Rückkehr der Ausserirdischen nach Offenbach nach Offenbach angereist war. Der Produzent und Regisseur des Films Uwe Kampmann, hatte die Schauspieler in einem Extraklassehotel im Kulturkarree untergebracht. Die kurzen Wege in Offenbach machten es möglich, das sich die Beiden neben der Arbeit, auch einige Sehenswürdigkeiten der Stadt ansehen konnten. So lernten sie den kleinsten Dom Deutschlands kennen, der als Hugenottendom in Offenbach steht. Für Kölner ist das ein ganz besonderes erleben. Andere reisen nach Pisa um sich den schiefen Turm anzusehen und kennen dabei nicht einmal den kleinsten Dom Deutschlands. Der Offenbacher Hugenottendom sollte zum Standartrepertoir jedes reiselustigen Bildungsbürgers gehören.
Der Offenbacher Hugenottendom steht dort wo einst die Domstrasse endete. Der Dom ist eine der großen Touristenattraktionen in der Kreativstadt am Main und steht im Mittelpunkt der Herrenstrasse, mitten im Herzen des Offenbacher Kulturkarrees.
Maler Darcy ist ein Individualist durch und durch. Neben der Malerei ist er ein hervorragender Musiker. Er malt in einem kleinen, stets aufgeräumten Atelier auf dem Gelände der ehemaligen MATO Fabrik. Unter seinen Händen entstehen Arbeiten die oftmals sehr schnell nachgefragt werden und den Besitzer wechseln. Darcy treffe ich immer im Kulturkarree wenn er in Sachen Musik unterwegs ist.
OP und POP aus der Cyberspace Subkultur aus dem Kulturkarree Offenbach am Main 
http://www.youtube.com/watch?v=Jo5XCD0r1B8

Seitenwechsel - mit einem 14 seitigen Interview von Dr.Sabine Gieschler von der Technischen Universität Berlin mit dem Filmemacher Uwe Kampmann
Sabine Gieschler im Gespräch mit Uwe Kampmann. “Dieser Mann schreckt vor, sagen wir vor fast – nichts zurück.”Seitenwechsel – die Biographie des Offenbacher Filmemachers ist im Buchhandel erschienen. |
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Seitenwechsel, von der Seite des Fernsehzuschauers den Schritt hinter die Kamera machen, das haben die zweiunddreissig Menschen getan, die in der Dokumentation – Seitenwechsel – Auskunft geben. Auftraggeber der Untersuchung war die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR-Hessen) in Kassel. Dort wollte man erfahren, wer sind die Macher und Macherinnen bei den vier hessischen Offenen Kanälen? Woher kommen sie? Warum tun sie es? Befragt wurden Menschen die schon viele Jahre kontinuierlich im Programm der lokalen TV Sender vertreten sind. Einer von ihnen ist Uwe Kampmann. Auf vierzehn Seiten wurde sein Leben festgehalten und die Motivation die ihn zum Offenen Kanal Offenbach/Frankfurt führte. Sabine Gieschler, von der Technischen Universität Berlin, die das Gespräch mit Uwe Kampmann führte, meint, dieser Mann schreckt vor, sagen wir vor fast – nichts zurück.
SEITENWECHSEL - Autoren:Dr.Sabine Gieschler Prof.Dr.C.Wolfgang Müller erschienen im KoPäd Verlag, München,März 2005 Schriftenreihe der LPR Hessen Band 20 ISBN 3-938028-40-8 |
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